Solitary in der Presse

Bands brennen ein brachiales Klangfeuerwerk ab

Rhein Zeitung - Michael Schaust vom 28.07.2008

Zweiter Tag beim Rengsdorfer Rock- & Bluesfestival gehörte der härteren Gangart - Coppelius, Donots und Co. gaben Gas

Der zweite Tag beim Rengsdorfer Rock- & Bluesfestival war zwar vom Himmel her verhangen, zwischenzeitlich gab's einen ordentlichen Schauer, doch für die Gewitter aus den Prog-Metal-Punk-Gefilden sorgten die vier Gruppen, die keinerlei Langeweile aufkommen ließen.

"Solitary" hat die undankbare Aufgabe, den Eröffnungsteil zu spielen. Um 18 Uhr sind noch nicht so viele, vor allem junge Leute, vor der Waldbühne erschienen. Die später kommen oder überhaupt nicht erscheinen, verpassen eine solide, für eine aufstrebende Band schon ansprechende Präsentation eigener Werke.

"Solitary" lassen es krachen

Obwohl Sänger Markus Moser, am Bein lädiert und erst vor Kurzem aus dem Krankenhaus entlassen, auf dem Hocker Platz nehmen muss, zeigt der 24-Jährige eine passable Vokalleistung, nur bei den Höhen gerät er gelegentlich ins Schleudern. Gitarrist David Jäckle lässt die Saiten mächtig krachen, versteht es aber ebenso, filigran komplexere Strukturen zu bewältigen.

Das gilt ebenso für Keyboarder Markus Degenhardt, der für den starken Art-Rock-Einschlag verantwortlich zeichnet. Bassist Andreas Käsberg weiß seine wilde Mähne in Led-Zeppelin-Manier zu schütteln und mit dem Tieftöner rockige Akzente zu setzen. Drummer Sebastian Luther hält die Jungs zusammen, bei den härteren wie den sanfteren Stücken. Herausragend die balladeske Nummer "Up To The Skies".

Schon mehr Publikum, aber vorübergehend den Unbilden der Natur ausgesetzt, lassen die sechs Jungs von "Coppelius" den "guten" Ton in die Liveszene zurückkehren. Doch die eleganten, im Gesicht weiß gebleichten Herren, die sich in Gehröcken und langen Mänteln mit Zylinder die Ehre geben, verpassen der Klassik ein höllisches Tonkleid, das einem fast Hören und Sehen vergeht.

Das Sextett mit einem wuseligen singenden und den Wischmopp schwingenden Butler Bastille dreht die deutsche Romantik durch den Metal-Wolf. Da sägt das Cello, die Klarinetten blasen zum furiosen Aufgalopp, der Kontrabass brummt wild. Mal wie ein Trommelderwisch, mal dezent, aber immer punktgenau wie ein Paukenmann im großen Orchester gibt sich Nobusama, so etwas wie eine Kreuzung aus Ian Paice und Yoko Ono.

Mächtig zur Sache geh's mit "Sub7even". Mittlerweile füllt sich der Platz, und Shouter Daniel Wirtz lässt sofort die Puppen tanzen. Mit Bier und harter Musik gibt das Quartett dem Volk, was es braucht: harten Stoff, weniger die radiotauglichen Ohrwürmer vergangener Zeiten. Für die etwas ruhigeren, jedoch dem Mainstream fernen Titel greift der 30-Jährige zur "Akustischen". Die Flüstertüte in der Hand heizt der charismatische Frontmann zum Schluss mit einem Rock der harten Schule den begeisterten Zuhören gehörig ein.

Schweißtreibender Punk

Die "Donots" legen noch einen Zahn zu. Da gibt es kein Ausruhen, die Münsterländer geben Vollgas. Gitarrero Guido springt wie von der Tarantel gestochen herum. Ingo, das Energiebündel am Mikro, sucht ebenfalls die permanente Bewegung. Eine Laufleistung, die Mick Jagger so nicht mehr hinbekommt. Mehr Punk als Rock, kompromisslos, arg schweißtreibend, der Erschöpfung nahe, doch der Doktor muss nicht kommen. Band wie Fans sind auch nach Mitternacht quicklebendig und feiern einen gelungenen Abend.


RHEIN ZEITUNG - 18.09.2007 - Neuwied


RHEIN ZEITUNG - 17.09.2007 - Koblenz




RHEIN ZEITUNG - 14.09.2007 - Neuwied




RHEIN ZEITUNG - 08.09-2007 -  Kultur - Neuwied

Junge Rockbands im Wettbewerb

"Solitary" aus Neuwied in Mülheim-Kärlich dabei

MÜLHEIM-KÄRLICH. Fünf junge Bands aus der Region Koblenz stellen sich am Samstag, 15. September, ab 18Uhr einem neuen Wettbewerb: Das Jugendhaus Mülheim-Kärlich bittet in die Kurfürstenhalle.

Die Veranstalter wollen Nachwuchsbands aus der ganzen Region fördern und gleichzeitig ein neues kulturelles Glanzlicht bieten. 19 Bands haben sich beworben - "eine sehr ordentliche Anzahl", meint Ralf Koch, selbst erfahrener Musiker. Er gehört zur unabhängigen dreiköpfigen Jury, die die fünf besten Nachwuchsbands auswählte.

Am Start sind Blood Red Sunset aus Mayen, Chemistry aus Bendorf, The Wicked Chambers aus Koblenz, Solitary aus Neuwied sowie Times New Romance aus Koblenz. Das los entschied über diese Reihenfolge, in der die jungen Musiker die Kurfürstenhalle für jeweils 25 Minuten "rocken" werden. "Rocken" ist der richtige Begriff, denn alle fünf Bands widmen sich der Rockmusik, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise: Vom melodiösen Punkrock bis zum technischen Progressive Rock ist alles dabei.

Alle fünf Bands singen auf Englisch, und bis auf die junge Aylin Gördüm von Blood Red Sunset betehen die Nachwuchsbands aus jungen Männern zwischen 15 und 24 Jahren.

"Wahrscheinlich führte unsere Bewerbungsbedingung, dass bis auf einen Coversong ausschließlich Eigenkompositionen vorgetragen werden dürfen, dazu, dass ich vor allem Rockbands gemeldet haben", erklärt Kay Rietz, Leiter des Jugendhauses.

Für die Teilnehmer an dem Musik-Wettbewerb geht es um einiges, denn die Siegerband erhält immerhin 1000 Euro für einen CD-Produktion und einen Auftritt im Vorprogramm der bekannten Coverband Vampire. Bewertet werden von der Jury sechs Kriterien: Gesang, Instrumente, Schwierigkeitsgrad, Performance, Synchronität und vor allem der Gesamteindruck, den die Bands beim Publikum hinterlassen.

Nach dem "Band-Contest" erwartet die Zuschauer noch ein besonderes Konzert: Die Band Vampire wird mit vielen bekannten Hits aus der Rockgeschichte und aktuellen Songs weiter einheizen. (Andrea C. Junglas)

Rhein Zeitung - 16.01.2007 - 62. Jahrgang - Nr.13 - G 5911 - Ausgabe AN - Neuwied

Sechs Bands rocken im Jugendzentrum
Youth Only"-Konzert findet diesmal auf der Gierenderhöhe statt - Start ist Samstag ab 19 Uhr

"(...) Solitary hießen bis zum Winter 2004/2005 noch "The Limpets". Mit dem Namenswechsel hat die Neuwieder Band ihr komplettes Repertoire, ihr Image, ihre gesamte musikalische Identität aufgegeben und wieder neu erschaffen. Solitary spielen "Prog Metal" und wollen sowohl Musiker als auch Nicht-Musiker mit ihren gerne mal 10minütigen Songs begeistern. (...)"